Zeitgutschriften

Unsere Gesellschaft verändert sich. Die Mobilität nimmt zu, Menschen über 80 werden immer zahlreicher, die Anzahl Kinder pro Familie nimmt ab.
Das hat zur Folge, dass die Möglichkeiten zur gegenseitigen solidarischen Unterstützung abnehmen. Der Bedarf zwischen den Generationen aber nimmt zu.
Zeit.Werk fördert diesen Austausch aktiv. Freiwillige helfen einander nachbarschaftlich, auch über die Quartier- oder Generationengrenzen hinaus. Gebende unterstützen Nehmende, Zeitgutschriften bzw. Zeitspenden sorgen für Begegnungen auf Augenhöhe – ein Gewinn für beide Seiten und eine neue, non-monetäre Form der Altersvorsorge.

 

Wie funktionieren Zeitgutschriften?

Wer Zeit für andere Menschen investiert erhält „Zeitgutschriften“ als Anerkennung.

  • Wer Zeit schenkt, erhält diese Zeit gutgeschrieben. Wer Unterstützung erhält, schreibt der unterstützenden Person im gleichen Umfang Zeit gut. Ein Miteinander von Gebenden und Nehmenden, eine echte Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
  • Zeitgutschriften gibt es für soziale Hilfeleistungen, für Betreuung, Begleitung und Fahrdienste. Eine Stunde ist immer eine Stunde.
  • Geleistete Stunden werden der/dem Gebenden als solche gutgeschrieben und bezogene Stunden werden den Nehmenden als Stunden belastet. Es gibt keine finanzielle Abgeltung.
  • Die Abwicklung der Stunden läuft über ein EDV-System.

Zusätzlich zu den Zeitgutschriften hat Zeit.Werk das Zeitspendekonto eingeführt. Damit können auch freiwillige Leistungen erfasst werden, die nicht das eigenständige Wohnen fördern. Gebende, die den administrativen Aufwand klein halten möchten, können so zum Zeitspendekonto wechseln.

Die Erfassung der Stunden ist jedoch Pflicht. Nur so kann die erbrachte Leistung gegenüber den Auftraggebern dokumentiert werden. Die Eingabe der Stunden wird fortlaufend (wie bisher) im Zedis eingeben oder aber auch nur alle paar Monate. Ende Jahr erhalten alle Gebenden dann eine Urkunde mit ihren geleisteten Stunden.